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Judotrainer Stefan Drews

Judo Grand Prix 2017 Düsseldorf

Judo Grand Prix 2017 Düsseldorf

Mit einer Gruppe von judobegeisterten, aktiven und ehemaligen Judokämpfern der beiden Brandenburger Judovereine RSV Eintracht und Motor Babelsberg besuchten wir am Wochenende den Judo Grand Prix 2017 in Düsseldorf. Er ist das Highlight für alle Judoliebhaber in Deutschland. Mehr Judo geht nicht! Leider überschnitt sich der Termin wieder einmal mit dem jährlichen Sichtungsturnier des Landes Brandenburg, das zeitgleich in Kremmen stattfand, und an dem unsere wettkampfstarken Kämpfer gerne teilgenommen hätten (hier sollte der Brandenburger Judoverband im Interesse aller Judofans ernsthaft über eine Terminverlegung des Sichtungsturniers nachdenken).

Am Freitagnachmittag trafen wir uns in Stahnsdorf und fuhren mit einem geräumigen Bus nach Düsseldorf. Wir konnten zwar bei den Kämpfen der Leichtgewichte am Freitag noch nicht vor Ort sein. Da der Bus aber mit W-LAN ausgestattet war, konnten wir während der Fahrt die live im Internet übertragenen Kämpfe der Finalrunde ansehen. Gemeinsam bejubelten wir so die Goldmedaille von Theresa Stoll (bis 57 kg). Nach etwa 6 Stunden Busfahrt trafen wir abends im Hotel in Düsseldorf ein. Nach einem kurzen Imbiss ging es für die meisten schnell ins Bett, um für den nächsten Tag ausgeruht zu sein.

Am Samstag und Sonntag ging es jeweils gleich nach dem Frühstück zur Wettkampfhalle. Einlass war bereits um 9:00 Uhr. Wir waren pünktlich vor Ort, da wir uns darauf freuten, den Judostars beim Aufwärmen zuzuschauen (so nah ist man selten dran). Wir erlebten an beiden Tagen tolle Kämpfe und Judo auf höchstem Niveau, sahen Top-Judoka aus allen großen Judonationen sowie die nahezu komplette deutsche Judoelite. Während international natürlich die Stars aus Frankreich, Georgien und Japan begeisterten, u. a. die Goldmedaillengewinner Clarisse Agbegnenou (-63 kg), Beka Gviniashvili (-90 kg) oder Chizuru Arai (-70 kg) und Mami Umeki  (-78 kg) sowie Toma Nikiforov (-100 kg) aus Belgien, machten auch die Kämpfe des erst 19 Jahre alten, amtierenden deutschen Meisters Eduard Trippel (-90kg) sowie der ebenfalls erst 19 Jahre alten Giovanna Scoccimarro (-70 kg) aus Deutschland unglaublich viel Spaß.

Wir trafen viele, ebenso judobegeisterte Sportler und Trainer von unseren Nachbarvereinen aus dem Raum Berlin-Brandenburg. In den Pausen zwischen Vor- und Finalrunde gab es auch ausreichend Gelegenheit, mit Sportlern und Trainern von Vereinen aus anderen Bundesländern ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.

Der Sonntag beschert uns noch ein besonderes Highlight. Als wir unsere Plätze für den letzten Finalblock am späten Nachmittag einnahmen, staunten wir nicht schlecht über die kleine Gruppe japanischer Zuschauer, die direkt eine Reihe vor uns Platz nahm.  Unter diesen befanden sich keine Geringeren als Shohei Ono (zweifacher Weltmeister und amtierender Olympiasieger bis 73 kg ) und Takanori Nagase (zweifacher Weltmeister und Bronzemedaillengewinner bei Olympia in Rio bis 81 kg), die in Düsseldorf zwar nicht kämpften, aber offensichtlich ihre Mannschaftskameraden aus der japanischen Nationalmannschaft anfeuern wollten.

Für alle war es wieder ein tolles Erlebnis, das keiner vergessen wird. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr; dann erstmals als Grand Slam und in einer noch größeren Halle.

Ergebnisse unter: http://www.ippon.org/gp_ger2017.php